Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Bonjour tout le monde,

neulich habe ich euch über meine Vorbereitungen informiert, heute möchte ich euch erzählen, wie ich von Düsseldorf nach Toulouse gekommen bin… Ich hatte ziemliche Probleme mit dem Gepäck. Ich durfte bei Germanwings 23Kg mitnehmen, hatte am Ende aber 26Kg auf der Waage am Flughafen und das obwohl ich einen Tag vorher ein Paket à 32kg abgeschickt hatte. Zum Glück hat mich der Mann am Schalter damit durchgelassen, denn bei Germanwings gibt es das nicht , dass man pro Kilogramm soviel Geld draufzahlt. Wenn man zu viel hat, muss man direkt 50 Euro bezahlen, aber auch nur bis 32Kg. Man kann auch noch einen anderen Koffer mittnehmen, aber das kostet direkt 75Euro. Mein Handgepäck war auch etwas zu viel, ich hatte zwei Taschen( was man an und für sich auch nicht darf), eine Handtasche und eine Laptoptasche. Zum Glück wurde ich auch damit weitergelassen.

Mein Flieger nach Paris hatte 35 min Verspätung, aber sonst ging alles gut. Genau weiß ich auch nicht, wieso ich erst nach Paris fliegen musste, aber jeder der nach Frankreich geht für einen Austausch musste nach Paris fliegen. Neben mir im Flugzeug saß auch ein Mädchen von Kolumbus.

Als wir dann die Koffer problemlos und ohne lange warten zu müssen geholt hatten, erwartete uns bereits ein Mann, mit einem großen Schild. Zusammen mit dem Mädchen aus dem Flugzeug, einem anderen Mädchen und ihm gingen wir zu einer Schwebebahn, die uns zur nächsten U-bahn brachte, mit der wir ca. 30 min herumfuhren. Als wir endlich angekommen waren, dachte ich, ich würde jetzt in den Zug gesetzt, mit dem ich noch 5,5 Stunden fahren müsste, doch Pustekuchen. Wir rannten ca. 15min durch ganz Paris immer schön Treppe rauf, Treppe runter, es war schrecklich… Endlich kamen wir an dem Bahnhof an. Ein Mädchen wurde von einer anderen Frau übernommen, sodass nur noch meine Sitznachbarin aus dem Flugzeug und ich da waren. Wir brachten erst sie zu ihrem Zug und dann mich. Ich musste dann noch eine Stunde warten, bis auch ich in meinen Zug konnte.

Die Reise verlief problemlos, und so kam ich ca. 9 Uhr abends an.

Meine Gastfamilie stand schon da mit einem Schild und einem großen Lächeln auf den Lippen. Ich war erst noch sehr aufgeregt, doch das legte sich dann , und wir verstanden uns von Anfang an sehr gut. Nun bin ich schon 16 Tage hier und habe Euch wieder so viel zu erzählen, Erlebnisse, Schule und und und, also bleibt neugierig – bis zum nächsten Mal !

Bis dann, eure Carolin ;)

Bonjour tout le monde,

ich melde mich aus Frankreich, genauer gesagt aus Florentin, in der Nähe von Toulouse… Ich heiße Carolin und bin 15 Jahre alt. Dieses Jahr mache ich einen Schüleraustausch, der 4 Monate dauert, nach Frankreich mit, UND DA BIN ICH! Heute ist mein dritter Tag in meiner Gastfamilie, doch zunächst möchte ich über meine Vobereitungen für den Austausch sprechen – für alle die vorhaben, auch einen zu machen, könnte das sehr interressant sein…

Erstmal war es mir sehr wichtig, dass ich in Frankreich auch Internet habe und nach Deutschland telefonieren kann. Ich habe eine Allnet-flat bei Base(E-plus) / O2 , also informierte ich mich ausgiebig bei meinem Anbieter und entschied mich für ein Angebot , bei dem ich nur 3 Euro im Monat mehr bezahlen muss, und dafür soviel MB Internet benutzen kann , wie auch bei meiner Flat in Deutschland, außerdem kann ich so viele Minuten nach Deutschland telefonieren wie auch in meiner Flat enthalten, das finde ich sehr praktisch. :)

Kolumbus (meine Austauschorganisation) hatte mir einen Flug nach Paris gebucht, wieso Paris fragt ihr Euch? Dazu erzähl ich später etwas. Ich durfte 23 Kg in meinen Koffer packen und 8Kg insHandgepäck . Für 4 Monate sind 23Kg aber einfach zu wenig… Also fragte ich die Flugorganisation (in meinem Fall Germanwings), was es kosten würde, wenn ich einen zweiten Koffer mitnehmen möchte. Leute haltet Euch fest : 75 Euro :( für weitere 23 Kg). Das war also keine Option für mich, also verglich ich Paketpreise. Bei GLS konnte ich 40 Kg in einem Karton größer als ein Umzugskarton verschicken , für 25 Euro. Ich packte hauptsächlich Wintersachen, schwere Schuhe und Taschen (große Sporttaschen ein). Am Ende hatte ich ca. 32 Kg zusammen. Der Transfer soll 3-4 Tage dauern , wahrscheinlich kommt mein Paket also heute an…

Ich habe Euch noch viel zu erzählen über meine Anreise und meine Gastfamilie und was ich schon erlebt habe , seeeeehr viel :) Also lade ich Euch ein diese Reise mit mir zu genießen, ich lade regelmäßig Blogs hoch, doch am Anfang wahrscheinlich mehr als später , wenn alles mehr zum Alltag wird. :)

Bis dann- Eure Carolin ;)

 

Vergangene Woche haben wir die Gewinner unseres Kreativstipendiums für ein Schuljahr und einen Term ausgewählt. Wie immer fiel uns die Wahl nicht leicht, da uns auch dieses Jahr wieder so viele tolle und einfallsreiche Beiträge erreicht haben. Aber schaut am besten selbst!

“Draw my Dream” – Kreativstipendiums für ein Schuljahr

Die Gewinnerin unseres Kreativstipendiums für ein ganzes Schuljahr ist Kristina. Sie hat uns mit ihrer Mischung aus Video und selbstgezeichnetem Buch überzeugt. Im Video können wir die Anfertigung ihres Buchs “Draw my Dream” nachverfolgen, welches Kristinas Traum vom High School Jahr zeigt. Hier seht ihr das Video:

3D-Buch – Kreativstipendiums für einen Term

Das Kreativstipendium für einen Term hat Caroline gewonnen. Sie hat ein beeindruckendes 3D-Buch von ihrem Traum vom High School Jahr in Frankreich gebastelt. Da sie noch nicht weiß, wo genau in Frankreich sie ihren High School Aufenthalt verbringen wird, hat sie verschiedene Städte vorgestellt und beschrieben, was sie dort gerne tun würde. Hier sind die Fotos vom Buch:

Kolumbus High School gratuliert den beiden Gewinnerinnen ganz herzlich!

 

Hallo zusammen,

wir haben am Samstag unser Vorbereitungsseminar für alle Kunden gehabt, die in diesem Sommer mit uns ins Ausland gehen. Es war mal wieder ein tolles Seminar und es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.

Hier findet ihr ein paar Impressionen vom Seminar:

Und schon ist auch mein zweiter Monat hier in Athlone zu Ende. In der Schule haben wir angefangen Arbeiten zu schreiben, was aber wirklich besser geht, als ich zunächst dachte. Die Lehrer behandeln einen zwar grundsätzlich wie jeden anderen Schüler auch (was auch gut ist!), allerdings habe ich die Erlaubnis bekommen auch in den Examen immer ein Wörterbuch benutzen zu dürfen. Das erleichtert wirklich vieles, auch wenn ich am Anfang trotzdem ein bisschen Probleme hatte, alles in der vorgegebenen Zeit zu beantworten. Es wird aber tatsächlich von Mal zu Mal besser :)

 Vor zwei Wochen hatte ich hier zum ersten Mal Ferien, welche ich komplett in Dublin verbringen konnte. Für die ersten paar Tage wurde mir von ISI eine total liebe Gastfamilie vor Ort organisiert und am Dienstag haben alle Schüler von dieser Kompanie einen Tagesausflug gemacht. Wir hatten wirklich eine menge Spaß und alle waren sich einig, dass es fast schon komisch war plötzlich wieder komplett auf Deutsch sprechen zu können. Der Höhepunkt war für mich allerdings der Donnerstag, denn da habe ich meine Eltern und meinen kleinen Bruder vom Flughafen in Dublin abgeholt :) Weil ich vor allem am Anfang schrecklich Heimweh hatte, haben sie beschlossen mich einfach mal für vier Tage besuchen zu kommen. Wir hatten wirklich eine wunderschöne Zeit zusammen, nur der Abschied am Sonntag war natürlich nicht so einfach.

Naja, in der Schule wurde es nach den Ferien in großen Sprüngen immer schöner. Der Unterricht wird immer besser und einfacher zu verstehen, man kennt sich aus und ich habe wirklich tolle irische Freunde gefunden. Egal ob in den Pausen oder im Unterricht, dank all’ den Leuten kann ich mich dort jetzt wirklich wohl fühlen. Zwei Monate müssten ja auch wirklich genug Zeit sein, um seinen Platz in der Schule zu finden. Ab Donnerstag fange ich auch an Leichtathletik in der Schule zu machen, ein bisschen Sport muss schließlich sein :)

Die Wochenenden verbringe ich am liebsten mit meiner besten Freundin, einer Spanierin. Egal ob wir bei ihrer Gastfamilie, im Gym oder in der Stadt sind, Spaß haben wir immer.

In der nächsten Woche kommt noch mal eine große Herausforderung auf mich zu, denn ich habe mich jetzt zusammen mit meiner Familie dazu entschlossen, tatsächlich die Gastfamilie zu wechseln. Nicht dass sie nicht nett zu mir wären, aber mit ihrer Angewohnheit bis  13:00 Uhr zu schlafen, 11 Grad in meinem Zimmer und der weiten Strecke bis in die Stadt bin ich einfach nicht glücklich. ISI hat wirklich lieb reagiert und versprochen sich so schnell wie möglich um eine neue Familie für mich zu kümmern. Jetzt kann ich es ehrlich gesagt gar nicht erwarten zu wechseln, aber die Angst davor es meiner Gastfamilie jetzt zu sagen, habe ich natürlich auch. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist und auch meine Freunde haben mich wirklich lieb dabei unterstützt!

Ich bin gespannt, was mich in den nächsten Monaten noch alles erwartet, aber ich bin zuversichtlich, dass es immer besser wird!

Hannah Hansen (15)

Heute bin ich seit genau einem Monat in Irland und wenn ich jetzt zurückblicke ist die Zeit tatsächlich schnell umgegangen, auch wenn ich das am Anfang niemandem glauben wollte.

Der Abschied von meiner Familie und meinen Freunden war schrecklich, aber irgendwie war es auch aufregend alleine ins Ungewisse zu fliegen. Nach dem Treffen in Dublin bin ich zusammen mit zwei weiteren deutschen Jungs nach Athlone gefahren, wo wir dann von unseren Gastfamilien vom Bahnhof abgeholt werden sollten. Umso näher wir dem Bahnhof kamen, desto nervöser wurde ich. Man muss sich vorstellen, gleich im nächsten Moment seine Familie für das nächste halbe Jahr kennenzulernen. Wie sehen sie aus? Ob sie auch wirklich nett sind? All’ diese Gedanken waren in meinem Kopf, aber als meine Gastmutter dann mit ihrer Tochter kam um mich abzuholen (20min zu spät – irische Pünktlichkeit), war alles schnell vergessen:)

Ich wohne etwas außerhalb von Stallone in einem schönen Haus und habe auch mein eigenes Zimmer. Zusammen mit mir wohnt hier noch eine spanische Schülerin in meinem Alter, worüber ich jetzt wirklich froh bin. Wir sind echt schnell gute Freunde geworden. Da sie schon seit Anfang des Jahres da ist, konnte sie mir alles zeigen. Naja – wie gesagt – wir wohnen ziemlich auf dem Land und sind komplett auf die Familie angewiesen um irgendwie in die Stadt zu kommen, was ich ein bisschen schade finde. Auch legen die Leute hier nicht so großen Wert auf das Heizen, was aber auch seine guten Seiten hat, denn so verbringe ich die meiste Zeit mit der Familie vor dem Kamin! :)

Montags hat dann direkt die Schule angefangen, von 9:00 Uhr morgens bis 15:40 Uhr. Die irischen Schüler waren alle von Anfang an sehr nett zu mir, allerdings sind sie die vielen Austauschschüler gewohnt, sodass man lieber jede Alternative ergreifen sollte um mit ihnen zu reden. Das Transition Year ist wirklich abwechslungsreich! Gleich in der ersten Woche haben wir einen Ausflug nach Dublin und zum Golf-Spielen gemacht. Nach der Schule macht man eigentlich nichts, außer zu Hause zu sitzen – der Fernseher läuft auch immer.

 

Nach zwei Wochen habe ich angefangen ziemlich Heimweh zu bekommen. Es hilft mir immer mit Leuten zu reden, die in derselben Situation waren wie ich. Trotzdem wollte ich dann eine Zeit lang am liebsten jeden Tag mit meiner Familie skypen, aber das ist auf die Dauer keine gute Idee. Man muss versuchen damit klarzukommen jetzt weg zu sein, auch wenn das einem manchmal unmöglich erscheint. Zusammen mit meinen Eltern habe ich mich dann dazu entschieden hier in Irland in die 11. Klasse zu wechseln. Seit meine Familie außerdem noch beschlossen hat mich im Mid-Term-Break zu besuchen, geht es eigentlich nur noch bergauf. Es gefällt mir viel besser nach der Schule auch Hausaufgaben aufzuhaben (hätte nie gedacht, das mal zu sagen)! Auch der Unterricht ist anspruchsvoller, was mich auf die Dauer weiter bringen kann. Die Gesichter der Leute in meiner Klasse hättet ihr sehen müssen, als ich mich hier wie gewohnt gemeldet habe:D – das macht hier nämlich keiner. In meinem neuen Jahrgang habe ich dann sofort eine Gruppe total netter Mädchen kennengelernt. Ihr könnt mir glauben, dass einem Freunde das Leben schon viel einfacher machen.

 

Mittlerweile gehe ich hier regelmäßig ins Gym und auch reiten. Meine Gastmutter hat das Sportstudio für mich rausgesuch, wofür ich ihr wirklich dankbar bin. Zum Reiten hat mich eine irische Freundin mitgenommen. Die Abwechslung tut gut und hilft einem nicht viel an sein „normales Leben“, Familie und Freunde zu denken. Außerdem haben die hier unglaublich coole Cross-County Strecken:)

 

 

 

 

 

Hannah Hansen (15)

Erfahrungsbericht Irland-High School Aufenthalt, Hanna Annecke, August bis Dezember 2014

 

Auf die Idee einen High School Aufenthalt zu machen bin ich durch eine Freundin gekommen, denn diese verbrachte ein Jahr in den USA. Mich faszinierte es, was sie von ihren neuen Erfahrungen und dem Leben in einer völlig neuen Kultur erzählte und deshalb stand dann für mich fest: Das möchte ich auch unbedingt machen!

Ich habe mich für einen Aufenthalt in Irland entschieden, nicht nur weil es ein englischsprachiges Land in Europa ist, sondern auch wegen der wunderschönen Natur und des Schulsystems.

Nach über 1-jähriger Überzeugungsarbeit bei meinen Eltern, durfte ich mich endlich bei einer Organisation bewerben. Jedoch ist es gar nicht so einfach eine gute Organisation zu finden. In Deutschland gibt es sehr viele davon und alle versprechen einen „perfekten Aufenthalt“. Diesen kann es meiner Meinung nach aber einfach nicht gebe, da man kein Pauschalangebot mit Spaß-Garantie bucht, sondern alleine als junger Mensch in ein völlig neues Land zieht. Meine Eltern und ich haben uns am Ende für die Organisation Kolumbus Sprachreisen entschieden. Wir sind sehr froh, dass wir unser Vertrauen Herrn Flink und seinem Team geschenkt haben. Es hat uns immer sehr gut beraten und alle 1000 Fragen beantwortet, die einem vor Beginn des Programms im Kopf herumschwirrten. Sie standen auch immer während meiner Zeit im Ausland meinen Eltern zur Verfügung, wenn diese einmal Fragen hatten oder etwas nicht so gelaufen ist, wie man sich das vorgestellt hatte.

Am 21. August ging das große Abenteuer dann endlich los. Ich hatte so lange diesem Tag entgegengefiebert und dann war es so weit. Zum Glück musste ich nicht alleine von Frankfurt nach Dublin fliegen, sondern bin mit zwei netten Mädchen geflogen, die ich auf dem Vorbereitungsseminar in Köln kennengelernt hatte. Nach einem schweren und tränenreichen Abschied waren wir auch schon im Flugzeug in Richtung Irland unterwegs. Wir drei waren extrem aufgeregt und nervös was uns die nächsten 4 Monate wohl bringen würden, sodass der zweistündige Flug sehr schnell verging.

Nachdem wir unsere Koffer abgeholt hatten konnten wir das erste Mal unsere Gastfamilien in den Arm schließen. Mein Gastbruder und meine Gastschwester haben mich herzlich mit einem kleinen Namensplakat empfangen. Auf dem Weg in mein neues Zuhause fiel mir auf, dass ja alle Autos auf „der falschen Seite“ fahren und dass alle Schilder in Englisch und Irisch geschrieben sind. Ich wurde sehr herzlich von der ganzen Familie empfangen und sie haben mich sehr schnell in ihr Leben integriert worüber ich Ihnen sehr dankbar bin.

 

Knapp eine Woche später war dann auch schon mein erster Schultag. Das bedeutete, dass ich meine neu gekaufte Schuluniform das erste Mal anziehen konnte und ich das erste Mal meine neue Schule für die Dauer des Aufenthalts sah. Am Anfang ist es sehr komisch in Uniform zur Schule zu gehen, doch man gewöhnt sich sehr schnell daran. Persönlich finde ich, dass die Schuluniform geschickt ist, denn man weiß was man anziehen muss und braucht sich über die Kleidung keine Gedanken mehr zu machen. Da ich das Transition Year in Irland besuchte, haben wir gleich in der ersten Woche einen 2-Tagestrip in einen Freizeitpark im Norden Irlands gemacht. Der Sinn des Transition Years ist es, den Klassenzusammenhalt zu stärken und auf das Berufsleben vorzubereiten. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass man oft solche gemeinsamen Unternehmungen machte.

 

Mir ist es sehr leicht gefallen mich in meine neue Familie zu integrieren. Meine Gasteltern haben ihr Bestes gegeben damit ich mich wohlfühle. Jedoch hat es in der Schule ein wenig gedauert, bis ich mich integriert gefühlt habe und auch dort richtig angekommen bin. Da es an meiner Schule kaum außerschulische Aktivitäten gab, ist man nicht mit so vielen Leuten in Kontakt gekommen wie gewünscht. Jedoch haben sich nach den ersten paar Wochen Freundschaften gebildet, über die ich sehr froh war. An meiner Schule waren Austauschschüler nichts Besonderes, da dort jedes Jahr ungefähr 10 Schüler ihren Aufenthalt verbringen. Ich hatte deshalb das Gefühl, dass die Einheimischen das Interesse an Schülern aus der ganzen Welt etwas verloren hatten.

 

Nach ungefähr sechs Wochen war ich dann voll in die Schule integriert und hatte mir einen festen Freundeskreis aufgebaut. Mit meinen irischen Freunden ging ich einmal in der Woche in den Student Council, was so etwas wie die SMV in Deutschland ist und half zusätzlich in der Bücherei der Schule. Ich genoss richtig das Leben als Austauschschülerin.

 

Kurz darauf war auch schon Mid-Term Break. Das sind einwöchige Ferien nach ungefähr 8 Wochen Schule. Ich glaube diese Woche war die Beste des ganzen Austausches, da eine andere Austauschschülerin und ich Ausflüge durch Irland machten und sehr viel von der „grünen Insel“ sahen. Dublin ist ganz schön und toll zum Shoppen, aber nach einer gewissen Zeit wollten wir beide einmal das „richtige Irland“ mit seiner wunderschönen Natur und den ganzen Seen und Bergen besichtigen. Die Touren führten uns zu den Cliffs of Moher, nach Kilkenny und nach Belfast. Die Klippen waren besonders beeindruckend, da das Meer dort eine sehr schöne Färbung hat und man beeindruckende Fotos machen kann. In dieser Woche war auch Halloween, das ich mit Freunden aus meiner Klasse verbrachte. Diese Woche ging eindeutig viel zu schnell vorbei!

Sofort nach den Ferien stand für die Transition Year Schüler ein Sozialpraktikum an. Ich arbeitete während dieser Woche in einem Charity Shop in Swords, wo ich auch lebte und zur Schule ging. Dort half ich den Mitarbeitern den Laden aufzuräumen, die neu eingetroffenen Dinge zu sortieren und Preisschilder anzubringen. Mir machte die tägliche Arbeit meistens Spaß, jedoch war ich auch froh, als diese Woche vorbei war, da ich meine Freunde vermisste und mich freute sie wieder zu sehen.

Die letzten Wochen in Irland sind eindeutig viel zu schnell verflogen. Man hat sich ein komplett neues Leben in einem anderen Land mit einer anderen Familie und einem neuen Alltag aufgebaut. Da ich während meiner Zeit in Irland die Pfadfinder zweimal wöchentlich besuchte, fiel mir der Abschied von diesen neuen Freunden besonders schwer. Am 20. Dezember, oder genauer gesagt nach 122 erlebnisreichen, interessanten und spannenden Tagen, hieß es auch schon wieder Tschüss Irland. Vor allem die letzte Schulwoche war sehr traurig, da man sich jeden Tag von mehr und mehr Leuten verabschieden musste, die einem während der letzten 4 Monate sehr ans Herz gewachsen waren. Man wusste, dass man nie wieder so stark in eine andere Kultur und Lebensweise integriert werden würde wie als Austauschschüler.

 

Ich habe ein Zitat gefunden, welches am besten die Erlebnisse und Eindrücke eines Auslandaufenthaltes beschreibt und widerspiegelt:

 

“Isn’t it crazy how we can look back half a year ago and realize how much everything has changed? The amount of people that have left your life, entered, and stayed. The memories you won’t forget and the moments you wish you did. Everything. It is crazy how all that happened in just half a year.”

 

Ich möchte noch einmal recht herzlich meinen Eltern danken, die mir das ganze Programm ermöglicht haben und mich immer unterstützt haben, auch wenn es Probleme gab. Ein weiteres Dankeschön geht an das Team von Kolumbus Sprachreisen. Sie haben uns Austauschschüler gut auf unser „Experiment“ vorbereitet, sehr gut betreut und sich während der Zeit in Irland gut um unsere zurückgebliebenen Eltern gekümmert, wenn diese ein Anliegen hatten. Ich persönlich kann jedem Jugendlichen solch einen Aufenthalt empfehlen wenn dieser die Möglichkeit dazu hat. Während der Zeit im Ausland erlebt man so viele Dinge, die das gesamte Leben prägen. Man wird dadurch viel selbstständiger, wächst innerlich und erlebt einfach eine wunderschöne Zeit weit weg von Zuhause.

 

 

Hanna Annecke, Irland

 

 

 

Leider ist dies jetzt schon mein letzter Bericht, was auch gleichzeitig heißt das meine Zeit in Spanien so gut wie vorbei ist. Auf der einen Seite freue ich mich natürlich endlich meine Familie und Freunde in Deutschland wiederzusehen und dann gemeinsam mit ihnen Weihnachten zu Feiern. Aber auf der anderen Seite bin ich auch ein Wenig traurig wieder nach Hause zu fahren und von meiner Gastfamilie und neuen Freunden Abschied nehmen zu müssen.

Trotzdem muss ich sagen, dass der vergangene Monat, der schönste Monat hier in Spanien war, weil erst dann alles richtig anfing. Mit meinem dazugelernten Spanisch konnte ich anfangen mehr zu verstehen und mich mehr in Konversationen mit einbringen, auch wenn dies immer noch sehr schwierig ist. Und insgesamt habe ich mich noch ein Stück mehr in den spanischen Alltag eingelebt.

An den vergangenen Wochenenden hatte ich die Möglichkeit des Öfteren nach Zaragoza zu fahren, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.Einmal bin ich zum Beispiel zusammen mit meiner Gastmutter gefahren um die Stadt an sich zu sehen und ein bisschen shoppen zu gehen. So habe ich den für Zaragoza bekannten Pilar (römisch-katholisches Kirchengebäude) gesehen, welcher riesig aber auch sehr schön ist. Auf dem Platz vor der Kirche wurde schon eine menschengroße Krippe zum Durchgehen aufgebaut, die einen so richtig in Weihnachtsstimmung versetzt.Des Weiteren haben wir den Ebro (Fluss in Zaragoza) mit der Brücke „Puente de Piedra“ angeguckt.

In einem Café haben wir dann „churros con chocolate“ gegessen, die typisch für Spanien sind. Das ist eine Tasse mit heißer, flüssiger Schokolade, welche man zusammen mit einem Gebäck namens „churros“ isst. Mir hat das sehr sehr gut geschmeckt und ich kann es nur jedem empfehlen, der mal nach Spanien fahren sollte, zu probieren.

An einem anderen Wochenende bin ich mit einer Freundin in das Shoppingcenter „Puerto Venecia“ gefahren, welches das größte in Europa sein soll und wo es von Kinos über Einkaufsläden und Restaurants bis hin zu einem See zum Boot fahren oder jetzt im Winter zum Schlittschuh laufen, so gut wie alles gibt. Dort war alles schon mit Weihnachtslichtern geschmückt, was hier leider auf den Dörfern noch nicht der Fall ist. Wir hatten leider nur sehr wenig Zeit, auf Grund der Busse die wir kriegen musste, und konnten somit zwar alles sehen aber bei Weitem nicht alles machen was dort angeboten wurde.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich drei wunderschöne Monate hinter mir hab, in denen ich sehr viele Erfahrungen sammeln konnte. Die letzte mir bleibende Woche werde ich auf jeden Fall noch einmal so richtig genießen und ich hoffe schon jetzt, dass ich irgendwann, noch einmal hier hinfliegen kann um alle wiederzusehen.

 

Am 06.12.2014 fand unser Vorbereitungsseminar für alle, die zu Beginn des nächsten Jahres ins Ausland reisen, statt. Da die meisten Schüler im Sommersemester ins Ausland gehen, war die Winterrunde eher eine kleine, aber dafür eine sehr gemütliche Runde.

Neben einem Nikolaus für alle Schüler, gab es spannende Reiseunterlagen mit allen wichtigen Informationen.
Während die Eltern nach der Begrüßung und einem Frühstück in Ruhe Köln erkundeten, lernten die Schüler sich bei einer Warm-Up Runde Speed Dating besser kennen und tauschten sich über sich selbst und ihre Reiseziele aus.
In einer Präsentation wurden die Schüler mit allen wichtigen Informationen versorgt und über mögliche Szenarien im Ausland aufgeklärt. Zwischendurch wurden in interessanten Spielen in lockerer Atmosphäre Kulturunterschiede und mögliche Konfliktsituationen thematisiert.

Im Laufe des Schüler-Work-Shops kam sogar eine ehemalige Austauschschülerin aus Irland vorbei, die von ihrer spannenden Zeit in Irland berichtet hat. Anschließend stand sie den Schülern Rede und Antwort. So hatten die Schüler die Möglichkeit alle Fragen, die sie auf dem Herzen hatten, zu stellen und Informationen aus erster Hand zu erhalten.

In der anschließenden Elternrunde wurden alle organisatorischen Dinge besprochen und auch die Eltern hatten die Möglichkeit in einer anschließenden Fragerunde alle wichtigen Fragen loszuwerden.

Wir hoffen, dass alle Teilnehmer genauso viel Spaß wie wir hatten und wünschen allen eine spannende und erlebnisreiche Zeit im Ausland!

Inzwischen ist es schon Dezember und mein dritter Monat in England ist vergangen. Die Zeit rennt mir fast davon! Und es ist wirklich eine Menge passiert.

Ende Oktober war bereits mein erster Term vorbei und wir hatten Ferien. In der Zeit war ich auf der Comic Con in London mit einigen Freunden. Ich war wahnsinnig aufgeregt und sehr glueklich, da ich das schon lange geplant hatte. Alles lief perfekt und wir hatten einen wahnsinnig tollen Tag den wir naechstes Jahr im Mai definitiv wiederholen wollen. Ich habe einige nette Leute getroffen, die nur aergerlicherweise nicht in meiner Naehe wohnen.

Dann verbrachten wir noch einige lustige Ferientage. Auf eine Halloween-Party konnten wir nicht gehen und haben stattdessen einen Film im Kino gesehen und einfach noch die letzten warmen Naechte genossen. In der Zeit freundete ich mich sehr eng mit zwei deutschen Maedchen an und wir haben eigentlich immer wahnsinnig viel Spass gemeinsam.

Sehr traurig war ich allerdings, als meine Austauschschwester unverhofft nach Hause fahren musste. Sie war fast wie eine Schwester fuer mich und es war unvorstellbar fuer mich, ohne sie zu bleiben. Vorher hatten sich schon einige Probleme mit meiner Gastfamilie entwickelt. Ich fuehlte mich unwohl, aber immerhin konnte ich mich immer auf meine Gastschwester verlassen und wir wollten es zusammen schaffen. Als ich ploetzlich auf mich allein gestellt war, dachte ich, ich koennte es nicht schaffen. Ich wollte unbedingt wechseln oder besser noch nach Hause. Doch meine Freunde hier motivierten mich und so bemuehte ich mich doch nochmal um meine Gastfamilie. Und tatsaechlich wurde alles mit einem Schlag besser, nachdem ich mit ihnen ueber alles redete. Denn sie hatten sich auch Sorgen gemacht und ich verstand nun, dass ich einfach mit ihnen haette reden muessen, anstatt mich zu verschliessen. Seitdem ist es eigentlich besser geworden und ich bin sehr glueklich.

Meine Gastfamilie ist trotzdem nicht wie meine richtige Familie in Deutschland fuer mich. Vieles ist noch etwas distanziert und es wird oefters nicht gesagt was tatsaelich gedacht wird. Doch das ist in Ordnung fuer mich, da ich meine Freunde habe. Wir unternehmen jedes Wochenende eine Menge zusammen, letzte Woche haben wir gemeinsam Mockingjay geschaut, es war der Wahnsinn!

Mit englischen Freunden bin ich kaum weiter gekommen, da ich zwar ab und zu jemanden finde, mit dem ich einige Tage viel rede, doch dann wird mir der Kontakt ploetzlich abgebrochen. Es ist sehr schwer, sich in einer Gruppe zu etablieren. Aber ich bleibe einfach geduldig und immerhin bin ich hier nicht allein.

Diese Woche ist auch schon mein Geburtstag und ich bin wahnsinnig glueklich ueber all die Pakete, die ich aus Deutschland bekommen habe. Nun habe ich drei Weihnachtskalender, da ich sogar einen von meiner Gastfamilie bekommen habe, was mich sehr gefreut hat. Wir planen bereits gemeinsam, was wir an meinem Geburtstag machen. Danach wollen wir ein Wochenende nach London fahren und uns die Weihnachtslichter anschauen, ich freue mich wahnsinnig. Traurig bin ich nur, weil eine meiner Freundinnen nur vier Monate in England ist und uns deshalb vor Weihnachten verlassen wird. Doch wir werden alle noch uebrige Zeit perfekt verbringen, da bin ich mir sicher. Ich bin auch schon fleissig dabei, Weihnachtsgeschenke zu kaufen und freue mich wahnsinnig. Hier in England ist Weihnachten noch einmal etwas mehr aufregend!