Archiv für Dezember 2014

Leider ist dies jetzt schon mein letzter Bericht, was auch gleichzeitig heißt das meine Zeit in Spanien so gut wie vorbei ist. Auf der einen Seite freue ich mich natürlich endlich meine Familie und Freunde in Deutschland wiederzusehen und dann gemeinsam mit ihnen Weihnachten zu Feiern. Aber auf der anderen Seite bin ich auch ein Wenig traurig wieder nach Hause zu fahren und von meiner Gastfamilie und neuen Freunden Abschied nehmen zu müssen.

Trotzdem muss ich sagen, dass der vergangene Monat, der schönste Monat hier in Spanien war, weil erst dann alles richtig anfing. Mit meinem dazugelernten Spanisch konnte ich anfangen mehr zu verstehen und mich mehr in Konversationen mit einbringen, auch wenn dies immer noch sehr schwierig ist. Und insgesamt habe ich mich noch ein Stück mehr in den spanischen Alltag eingelebt.

An den vergangenen Wochenenden hatte ich die Möglichkeit des Öfteren nach Zaragoza zu fahren, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.Einmal bin ich zum Beispiel zusammen mit meiner Gastmutter gefahren um die Stadt an sich zu sehen und ein bisschen shoppen zu gehen. So habe ich den für Zaragoza bekannten Pilar (römisch-katholisches Kirchengebäude) gesehen, welcher riesig aber auch sehr schön ist. Auf dem Platz vor der Kirche wurde schon eine menschengroße Krippe zum Durchgehen aufgebaut, die einen so richtig in Weihnachtsstimmung versetzt.Des Weiteren haben wir den Ebro (Fluss in Zaragoza) mit der Brücke „Puente de Piedra“ angeguckt.

In einem Café haben wir dann „churros con chocolate“ gegessen, die typisch für Spanien sind. Das ist eine Tasse mit heißer, flüssiger Schokolade, welche man zusammen mit einem Gebäck namens „churros“ isst. Mir hat das sehr sehr gut geschmeckt und ich kann es nur jedem empfehlen, der mal nach Spanien fahren sollte, zu probieren.

An einem anderen Wochenende bin ich mit einer Freundin in das Shoppingcenter „Puerto Venecia“ gefahren, welches das größte in Europa sein soll und wo es von Kinos über Einkaufsläden und Restaurants bis hin zu einem See zum Boot fahren oder jetzt im Winter zum Schlittschuh laufen, so gut wie alles gibt. Dort war alles schon mit Weihnachtslichtern geschmückt, was hier leider auf den Dörfern noch nicht der Fall ist. Wir hatten leider nur sehr wenig Zeit, auf Grund der Busse die wir kriegen musste, und konnten somit zwar alles sehen aber bei Weitem nicht alles machen was dort angeboten wurde.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich drei wunderschöne Monate hinter mir hab, in denen ich sehr viele Erfahrungen sammeln konnte. Die letzte mir bleibende Woche werde ich auf jeden Fall noch einmal so richtig genießen und ich hoffe schon jetzt, dass ich irgendwann, noch einmal hier hinfliegen kann um alle wiederzusehen.

 

Am 06.12.2014 fand unser Vorbereitungsseminar für alle, die zu Beginn des nächsten Jahres ins Ausland reisen, statt. Da die meisten Schüler im Sommersemester ins Ausland gehen, war die Winterrunde eher eine kleine, aber dafür eine sehr gemütliche Runde.

Neben einem Nikolaus für alle Schüler, gab es spannende Reiseunterlagen mit allen wichtigen Informationen.
Während die Eltern nach der Begrüßung und einem Frühstück in Ruhe Köln erkundeten, lernten die Schüler sich bei einer Warm-Up Runde Speed Dating besser kennen und tauschten sich über sich selbst und ihre Reiseziele aus.
In einer Präsentation wurden die Schüler mit allen wichtigen Informationen versorgt und über mögliche Szenarien im Ausland aufgeklärt. Zwischendurch wurden in interessanten Spielen in lockerer Atmosphäre Kulturunterschiede und mögliche Konfliktsituationen thematisiert.

Im Laufe des Schüler-Work-Shops kam sogar eine ehemalige Austauschschülerin aus Irland vorbei, die von ihrer spannenden Zeit in Irland berichtet hat. Anschließend stand sie den Schülern Rede und Antwort. So hatten die Schüler die Möglichkeit alle Fragen, die sie auf dem Herzen hatten, zu stellen und Informationen aus erster Hand zu erhalten.

In der anschließenden Elternrunde wurden alle organisatorischen Dinge besprochen und auch die Eltern hatten die Möglichkeit in einer anschließenden Fragerunde alle wichtigen Fragen loszuwerden.

Wir hoffen, dass alle Teilnehmer genauso viel Spaß wie wir hatten und wünschen allen eine spannende und erlebnisreiche Zeit im Ausland!

Inzwischen ist es schon Dezember und mein dritter Monat in England ist vergangen. Die Zeit rennt mir fast davon! Und es ist wirklich eine Menge passiert.

Ende Oktober war bereits mein erster Term vorbei und wir hatten Ferien. In der Zeit war ich auf der Comic Con in London mit einigen Freunden. Ich war wahnsinnig aufgeregt und sehr glueklich, da ich das schon lange geplant hatte. Alles lief perfekt und wir hatten einen wahnsinnig tollen Tag den wir naechstes Jahr im Mai definitiv wiederholen wollen. Ich habe einige nette Leute getroffen, die nur aergerlicherweise nicht in meiner Naehe wohnen.

Dann verbrachten wir noch einige lustige Ferientage. Auf eine Halloween-Party konnten wir nicht gehen und haben stattdessen einen Film im Kino gesehen und einfach noch die letzten warmen Naechte genossen. In der Zeit freundete ich mich sehr eng mit zwei deutschen Maedchen an und wir haben eigentlich immer wahnsinnig viel Spass gemeinsam.

Sehr traurig war ich allerdings, als meine Austauschschwester unverhofft nach Hause fahren musste. Sie war fast wie eine Schwester fuer mich und es war unvorstellbar fuer mich, ohne sie zu bleiben. Vorher hatten sich schon einige Probleme mit meiner Gastfamilie entwickelt. Ich fuehlte mich unwohl, aber immerhin konnte ich mich immer auf meine Gastschwester verlassen und wir wollten es zusammen schaffen. Als ich ploetzlich auf mich allein gestellt war, dachte ich, ich koennte es nicht schaffen. Ich wollte unbedingt wechseln oder besser noch nach Hause. Doch meine Freunde hier motivierten mich und so bemuehte ich mich doch nochmal um meine Gastfamilie. Und tatsaechlich wurde alles mit einem Schlag besser, nachdem ich mit ihnen ueber alles redete. Denn sie hatten sich auch Sorgen gemacht und ich verstand nun, dass ich einfach mit ihnen haette reden muessen, anstatt mich zu verschliessen. Seitdem ist es eigentlich besser geworden und ich bin sehr glueklich.

Meine Gastfamilie ist trotzdem nicht wie meine richtige Familie in Deutschland fuer mich. Vieles ist noch etwas distanziert und es wird oefters nicht gesagt was tatsaelich gedacht wird. Doch das ist in Ordnung fuer mich, da ich meine Freunde habe. Wir unternehmen jedes Wochenende eine Menge zusammen, letzte Woche haben wir gemeinsam Mockingjay geschaut, es war der Wahnsinn!

Mit englischen Freunden bin ich kaum weiter gekommen, da ich zwar ab und zu jemanden finde, mit dem ich einige Tage viel rede, doch dann wird mir der Kontakt ploetzlich abgebrochen. Es ist sehr schwer, sich in einer Gruppe zu etablieren. Aber ich bleibe einfach geduldig und immerhin bin ich hier nicht allein.

Diese Woche ist auch schon mein Geburtstag und ich bin wahnsinnig glueklich ueber all die Pakete, die ich aus Deutschland bekommen habe. Nun habe ich drei Weihnachtskalender, da ich sogar einen von meiner Gastfamilie bekommen habe, was mich sehr gefreut hat. Wir planen bereits gemeinsam, was wir an meinem Geburtstag machen. Danach wollen wir ein Wochenende nach London fahren und uns die Weihnachtslichter anschauen, ich freue mich wahnsinnig. Traurig bin ich nur, weil eine meiner Freundinnen nur vier Monate in England ist und uns deshalb vor Weihnachten verlassen wird. Doch wir werden alle noch uebrige Zeit perfekt verbringen, da bin ich mir sicher. Ich bin auch schon fleissig dabei, Weihnachtsgeschenke zu kaufen und freue mich wahnsinnig. Hier in England ist Weihnachten noch einmal etwas mehr aufregend!