Archiv für November 2014

Jetzt bin ich schon fast zwei Monate hier und mir kommt es vor, als vergeht die Zeit wie im Flug, wenn man bedenkt, dass ich in gut einem Monaten schon wieder zu Hause bin und Weihnachten feiere. Aber daran möchte ich jetzt noch nicht denken.

Inzwischen habe ich mich hier sehr gut in den Alltag eingelebt. In meiner Freizeit gehe ich einmal die Woche, wie sehr viele andere Mädchen, mit denen ich mich gut verstehe, zum Zumba, was mir sehr gut gefällt. Sonst ist es üblich sich nachmittags oder abends mit Freunden in einem alleinstehenden Raum im Dorf zu Treffen, um einfach nur zusammen zu Sitzen und zu Quatschen. Am Wochenende ist meistens irgendwo ein „Fiesta“, wofür die Spanier ja auch bekannt sind.

Vor ein paar Wochen hatte ich schon die Möglichkeit in das Baskenland zu fahren. Meine Gastschwester spielt Fußball und hatte ein Spiel in San Sebastian, zu welchem meine Gastmutter und ich sie begleiten konnten. Wir sind also mit der ganzen Mannschaft in einem Bus, drei Stunden lang hin und abends wieder zurück gefahren. Das war wirklich lustig, weil die Spanier total offen auf dich zugehen und du sofort dazugehörst. Ich habe mich auch mit dem Trainer, welcher aus Andalusien kommt unterhalten, was gar nicht so einfach war. In Andalusien werden einige Buchstaben, wie zum Beispiel das „s“ einfach verschluckt, sodass ich im Nachhinein ganz froh bin in Zaragoza zu sein, weil das Spanisch, was hier gesprochen wird, auch gerade am Anfang leichter zu verstehen ist.

Am Wochenende war ich hier im Dorf im Kino, was mich zuerst verwundert hat, dass ein so kleines Dorf ein eigenes Kino hat, aber die Spanier sind halt immer gut für Überraschungen. Der Film, welchen ich gesehen habe, heißt „Ocho apellidos vascos“ (Acht baskische Nachnamen). Dieser handelt von vielen Witzen und Missverständnissen, die bei einer Beziehung zwischen einem Andalusier und einer Baskin auftreten. Leider konnte ich diese nicht alle verstehen, auf Grund der Sprache und dem Wissen über die verschiedenen spanischen Kulturen. Trotzdem war es möglich die Handlung des Films nachzuvollziehen, was immer wieder wie ein kleines Erfolgserlebnis.

Jetzt geht es langsam auf Weihnachten zu und ich freue mich sehr darauf mehr über die Spanischen Weihnachtsbräuche zu erfahren. So habe ich zum Beispiel schon Lose für die spanische Weihnachtslotterie gekauft oder den für Weihnachten typischen „Turón“ probiert.