Archiv für Mai 2014

Jetzt kurz vor Schluss sind noch einige Anträge auf die Kreativstipendien für den Sommer 2014 bei uns reingekommen. Ihr wart sehr fleissig und kreativ und macht es und dieses Jahr wirklich nicht leicht. Am 1. Juni ist Einsendeschluss und nächste Woche werden dann auch die Gewinner bekannt gegeben. Hier findet ihr eine Auswahl der Stipendienanträge, die wir bisher bekommen haben:

Manuel, der Programmleiter für High School, war letzte Woche in England um sich selbst ein Bild von den Partnern vor Ort sowie einer Schule und der Umgebung dort machen zu können. Dabei konnte er auch zwei Schüler von uns treffen, die zurzeit in England eine High School besuchen. Auf dem Bild links sieht man Kalina, rechts Mihail und in der Mitte steht Manuel. Darunter seht ihr hier noch zwei Bilder von dem Schulgelände von der Schule, die Mihail zuzeit besucht.

Jetzt bin ich schon seit fast zwei Monaten wieder zurück in Deutschland und trotzdem wünsche ich mir nichts mehr, als zurück nach Kanada zu gehen.

Es war einfach die beste Zeit meines Lebens! In den letzten sechs Monaten bin ich um einiges offener und selbstbewusster geworden. Um ehrlich zu sein, hat es irgendwie mein ganzes Leben leicht verändert: Mein ursprünglicher Plan war es eigentlich nach dem Abi nach Neuseeland zu gehen und jetzt kann ich an nichts anderes mehr als Kanada denken.

Ich hab die tollsten Menschen überhaupt kennengelernt! Kanadier sind einfach super nette und freundliche Menschen. Ich kann gar nicht beschreiben wie awesome sie einfach sind :D Aber jetzt hab ich nicht nur kanadische Freunde, sondern Freunde auf der ganzen Welt! Ich kann es nicht erwarten sie in Chile, China oder einfach wieder in Kanada zu treffen. Man könnte fast sagen, dass man während eines Austauschjahrs nicht nur eine Sprache oder eine Kultur kennenlernt, sondern etliche Kulturen und Menschen.

Natürlich gab es während meines Aufenthalts auch ups und downs, aber ich bin daran gewachsen und ehrlich gesagt auch stolz, wenn ich darauf zurückblicke, was ich alles geschafft hab.

Ich hab viel Neues über mich erfahren und konnte auch vieles ausprobieren. So hab ich beispielsweise herausgefunden, dass mir Feldhockey Spaß macht und ich ein Töpfertalent habe. Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben in die youth group, also dem Jugendtreff von der Kirche gegangen, obwohl ich mit Religion eigentlich nichts am Hut hatte. Es hat meine Einstellung gegenüber Gott und der Welt positiv beeinflusst.

Ich erinnere mich noch ganz genau an meine Highlights von meinem Austauschjahr: Die Feldhockeytrips nach z.B. Vancouver, Trick or Treat, der erste sleepover und richtige kanadische Erfahrungen (Holz hacken, Eisfischen, Ski fahren, Lagerfeuer machen etc.) sammeln.

Wenn ich so nachdenke, würde ich sagen, dass mein letzter Monat der beste war. Man hatte nämlich feste Freunde, mit denen man sehr viel unternehmen wollte. Das hat  dann dazu geführt, dass ich wirklich jeden Tag irgendwas vorhatte und so gut wie nie Zeit hatte. Dies hat wiederum dazu geführt, dass ich vergessen habe meinen Koffer zu packen und am letzten Tag bis in die Morgenstunden daran saß, aber das ist eine andere Geschichte :D

Und irgendwann fingen auch die „ letzten Male“ an. Letztes Mal Basketball spielen, letztes Mal zur Youth Group gehen, letztes Mal in der Schule sein und meine liebsten Freunde und Lehrer sehen. An meinem letzten Tag habe ich in der Schule vieeeeel zu oft geweint :D Das lag aber auch daran, dass meine Freunde ganz heimlich ein Video für mich gedreht haben, indem mir meine Lieblingsmenschen und -lehrer auf Wiedersehen sagen. Ich war einfach nicht bereit mein nahezu perfektes Leben hier aufzugeben, aber eine andere Wahl hatte ich ja auch nicht :( Schließlich musste ich mich auch noch von der besten Gastfamilie überhaupt verabschieden und ganz ehrlich, ich habe mich noch nie im Leben so mies gefühlt. Also es ist jetzt nicht so das ich mich nicht auf Deutschland gefreut hätte, aber alle, die schon einmal einen Austausch gemacht haben, verstehen wie schlimm es ist sein zweites zu Hause zu verlassen und zu wissen, dass es nie wieder so sein wird wie zuvor. Das klingt jetzt alles so schrecklich deprimierend :D Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: Das alles zeigt doch nur, was für ein tolle Zeit ich hatte.

Ich kann allen nur empfehlen selbst ein Austauschjahr zu machen! Ihr werdet es nicht bereuen!

Eins steht fest: Ich werde für immer Heimweh nach Kanada haben und komme auf jeden Fall zurück!!!

Der Countdown läuft! Bald beginnt für einige von euch das Abenteuer eines High School Aufenthalts. Um euch dabei zu unterstützen, vergeben wir zwei Kreativstipendien für diesen Sommer. Ein paar Bewerbungen haben wir bereits von euch erhalten, darunter auch dieses sehr einfallsreiche und mit sehr viel Mühe angefertigte Spiel:

Bis zum 01.06.2014 könnt ihr euch noch auf ein Kreativstipendium bei uns bewerben. Weitere Informationen findet ihr unter: http://www.kolumbus-sprachreisen.de/high_school_aufenthalt/high_school_info/stipendien.html

Wir freuen uns auf eure zahlreichen und einfallsreichen Bewerbungen!

Hier seht ihr unsere Schüler, die zurzeit in Argentinien sind, bei einem Ausflug nach Carlos Paz. Links steht Vera und unten rechts sitzt Elli. Die Programm Managerin Antje findet ihr unten links auf dem Bild.

Carlos Paz ist die viertgrößte Stadt in der Provinz Córdoba. In der Innenstadt gibt es zahlreiche Restaurantes, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten sowie Läden mit kunsthandwerklichen Produkten. Außerdem findet man in Carlos Paz traumhafte Landschaften, wie Gebirgsketten, Flüsse und einen wunderschönen See. Bei einem Austauschjahr in Córdoba ist Carlos Paz auf jeden Fall eine Besichtigung wert.

Der April fing schon mal super an: Im ersten Assembley des Monats wurden Headteacher´s awards verliehen. Das sind Auszeichnungen, die von der Schulleiterin für besondere Leistung verliehen werden. Für jedes Fach werden Schüler nominiert und schließlich ein Schüler ausgewählt, dem der Award verliehen wird. Der Award besteht aus einer Urkunde und einem Anstecker, den man am Schulpullover trägt. Und dann kam die Überraschung: Der letzte Award, der verliehen wurde, der für Physik – ging an mich! Das hat mich natürlich unglaublich gefreut und ich trage den Award seitdem mit Stolz ;)

Am ersten Wochenende haben Freya, Bella, fünf weitere Freunde und ich bei Michaela und Richard übernachtet. Am Abend haben wir debattiert und gesungen. Nachdem Michaela und Richard zu Bett gegangen waren, sind wir zurück in die Küche und haben Sahne und Rasierschaum unter die Türklinken gesprüht, den Inhalt der Schränke vertauscht und Richard Majonäse in die Schuhe gemacht. Aus Angst haben wir dann aber die Hälfte wieder rückgängig gemacht. Es war aber mit Sicherheit eine der besten Übernachtungen die ich je hatte!

Zwei Wochen später waren dann auch schon Osterferien. Am Montag bin ich mit meiner Gastfamilie nach Stratford gefahren. Das ist der Geburts- und Sterbeort von Shakespeare. Aber abgesehen davon ist es ein wunderhübsches Fleckchen Erde mit einem schönen Fluss, einem noch schöneren Park und einer supertollen Altstadt. Und das Wetter meinte es auch noch gut mit uns. Ein Zwischenstopp auf einem kleinen Spielplatz am Abend rundete den perfekten Tag ab. Sonst war in der ersten Woche nicht viel los. Einmal waren wir noch picknicken in einem Park. Dieser Park liegt etwa fünf Kilometer entfernt und die Strecke sind meine Gastmutter und ich gejoggt.

Um Ostern selbst habe ich mir nicht viele Gedanken gemacht, aber als es dann soweit war, habe ich doch ein wenig Heimweh bekommen. Nach der Osternacht und so… Zuerst hatte ich ja gedacht, dass Ostern etwas kleiner ausfallen würde. Aber dann habe ich nicht nur von meiner Gastfamilie, sondern sogar auch von meiner Gasttante und Onkel und meinen Gastgroßeltern etwas bekommen. An Ostern schenkt man sich hier große Schokoladeneier und davon habe ich drei bekommen.

Am Mittwoch in der zweiten Woche kam Bella und wir sind zusammen ins Kino in die Stadt gefahren um „Divergent“ zu gucken. Es war total toll, aber an der Kinokasse hatte ich noch ein bisschen Probleme, aber Bella hat sich tierisch amüsiert. Als wir aus dem Kino raus sind, hatten wir die Wahl zwischen etwas essen oder ins nächste Kino. Wir sind also aus dem Kino raus, zwei Straßen weiter und ins nächste Kino rein. Als wir gegen elf nach Hause gekommen sind, haben wir zu Abend gegessen und dann hat Bella bei mir übernachtet. Am nächsten Tag haben wir es kaum richtig aus dem Bett geschafft. Dann sind wir im Schlafanzug zum Supermarkt gegangen und haben Cornflakes und Schokolade gekauft, weil wir Schokocornflakeskuchen backen wollten. Am Donnerstag ging es weiter bei Bella, die ihren Geburtstag mit Megan und mir nachfeierte. Wir sind gemeinsam ins Zentrum von Birmingham gefahren und waren shoppen. Wir haben abends mit Bellas Bruder Jacob noch einen Film geguckt, bevor wir gegen 2 Uhr morgens ins Bett gegangen sind. Den ganzen Samstag habe ich noch bei Bella verbracht, bevor ich zum Abendessen nah Hause gelaufen bin.

Am Montag ging es dann zurück in die Schule. Das war gar nicht so schlimm, wie ich dachte. Einerseits weil es schön war die andern wiederzusehen und mir der Unterricht nach wie vor Spaß macht und andererseits weil das Wetter jetzt richtig sommerlich ist und wir die Mittagspausen größtenteils draußen in der Sonne verbringen. Das ist richtig schön!