Archiv für April 2014

Aufgepasst!

Wer gerne diesen Sommer noch das Abenteuer eines High School Aufenthalts antreten möchte, sollte langsam mit der Planung beginnen, denn es geht nun in die heiße Phase.

In den USA sind die ersten Schuldistrikte bereits voll und auch die Anmedlefristen für manche Länder sind schon vorüber. So zum Beispiel in Frankreich und Belgien, jedoch kann man auch hier gegen ein kleinen Last Minute Aufpreis noch einen Platz für diesen Sommer ergattern.

Auch für Interessenten, die gerne nach England, Argentinien oder Chile möchte, wird es Zeit, die Planung schnellstmöglich in Gang zu setzen. Der letzter Termin für die Anmeldung ist nämlich bereits am 15. April bzw. am 30. April für Großbritannien und es bleibt nicht mehr allzu viel Zeit.

Schüler, die sich für die Länder USA, Kanada, Neuseeland, Irland und Spanien interessieren, haben noch etwas länger Zeit, nämlich bis Ende Mai. Jedoch lohnt es sich so früh wie möglich mit der Planung und der Bewerbung zu beginnen, denn bei den meisten Schulen heißt es „first come, first served“.

Alle weiteren Informationen findet ihr in unserem Katalog oder auf unserer Internetseite: http://www.kolumbus-sprachreisen.de/high_school_year.html

Bei offenen Fragen könnt ihr uns gerne jederzeit unter der 0221-299480 150 anrufen oder eine E-Mail an info@kolumbus-highschool.de schicken.

Wir freuen uns auf eure zahlreichen Bewerbungen.

Wie die Zeit vergeht. Einerseits kommt es mir vor wie eine Ewigkeit, dass ich hier bin, andererseits ist es so WOW, schon Halbzeit?! Das ist so unglaublich!

Der letzte Monat war wunderbar normal. Es war schon klar, dass dieser Monat recht unspektakulär wird. Keine Examen, keine Ferien…

Der Höhepunkt war wohl die Harry-Potter-Studio-Tour in der Mitte des Monats, den meine lokale Betreuerin für all ihre Schüler organisiert hatte. Sonntagmittag wurden Freya und ich von dem Mann und den Töchtern meiner lokalen Betreuerin abgeholt und dann ging es in Richtung London und den Harry Potter Studios.
Als wir dort ankamen war ich erstmal total überwältigt von dem Anblick – es war so groß!
Vor dem Eingang standen dann auch schon ein paar der Schachfiguren aus dem “Stein der Weisen”. In der Eingangshalle hingen überall riesige Bilder der Darsteller und das blaue Auto aus der “Kammer des Schreckens”. Und dann, als wir in der Anstehschlange standen, gab es schon das erste kleine Highlight -  Das erste Set. Harrys erstes Zimmer – der “Cupboard under the Stairs”. Mann war der klein. Noch kleiner als er im Film aussah. Und dann ging es auch schon in den ersten Raum. Dort hingen die Kinoplakate aller acht Filme in allen möglichen verschiedenen Sprachen. Danach gingen wir in eine Art kleinen Kinosaal mit vier Reihen. Auf der Leinwand wurde ein Film abgespielt, auf dem die drei Hauptdarsteller ein wenig über das Set erzählten. Sie standen vor der Eingangstür der großen Halle.
Als der kleine Einführungsfilm zu Ende war, hob sich die Leinwand und dort wo noch eben Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint vor der Tür gestanden hatten, stand das Eingangstor in voller Pracht vor uns. Dann ging es los: Durch das Tor in die große Halle – wie im Film. Zwei der Häusertische waren gedeckt. Dahinter standen Puppen mit einigen Kostümen der Darsteller. Uniformen aller vier Häuser und das Kostüm der grauen Dame. Vorne war die große Tafel der Lehrer. Davor standen wieder Puppen mit den Originalkostümen der Darsteller. Dahinter hingen die Stundengläser. Darauf ging es weiter in die nächsten Räume.
Überall waren Kostüme, Sets, Bilder, handgeschriebene Zeitungen, Briefe, Kessel, Besen und so weiter und so weiter. Es ist unglaublich wie viel Liebe und Hingabe hinter all dem steckt. In den Filmen kommt das gar nicht so rüber. Schon gleich nach den Weihnachtsballkostümen (“Feuerkelch”) und den Kostümen von Bills und Fleurs Hochzeit (“Heiligtümer des Todes Teil 1″) stand das große Tor aus dem 6. Film. Es war schwer ein Foto ohne irgendwelche anderen Leute darauf zu bekommen, aber ich wollte ja auch ein Foto vor dem legendären Tor haben. Ich habe eine aus unserer Gruppe entdeckt und sie gefragt, ob sie nicht ein Foto von mir machen könnte. Als das im Kasten war fragte sie mich zurück und gab mir ihr Handy. Nachdem ich das zweite Foto gemacht hatte stutze ich. “Löschen. Einst.” stand auf ihrem Handy. Das war nicht Englisch! Die Begeisterung war entsprechend groß, als ich sie darauf ansprach und wir aus dem Redemodus gar nicht mehr heraus kamen.
Wir durften sogar vor einem Greenscreen auf einem Besen reiten. Das war vielleicht cool!
Die große Halle und auch der Gemeinschaftsraum kamen mir viel kleiner vor als im Film. Am tollsten fand ich das Zauberministerium und das Zaubertrankklassenzimmer. Ganz viele kleine Gläser mit den seltsamsten Zutaten.

Danach ging es raus. Und das war schon ein besonderer Anblick. Abgesehen von dem lilafarbenden, dreistöckigen Bus und Tom Riddles Grab hatten die Leute doch tatsächlich zwei Häuser des Ligusterwegs und das Haus von Harrys Eltern nachgebaut. Dort gab es auch einen Stand bei dem man Butterbier kaufen konnte. Das ließ ich mir natürlich nicht nehmen.
Im nächsten Gebäude waren ganz viele Modelle der Kobolde und allerlei magischer Wesen. Leider gab es auch ein Modell der Riesenspinne. Dass das an der Decke hängen musste…
Wenigstens ging es danach zur Winkelgasse. Und die war einfach nur WOW.  Da drehen zu dürfen muss ein Traum sein…
Und dann kam es: Das Schloss. Als wir in den Raum kamen blieb mir erstmal der Mund offen stehen. Ich war so überwältigt. Zwar nicht in Originalgröße, sondern nur als Modell, aber es war wieder so detailreich gestaltet. Da waren teilweise Orte hinter dem Schloss, an die ich mich gar nicht erinnern kann, sie jemals im Film gesehen zu haben. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu fotografieren. Es gab so viele verschiedene Winkel aus denen ich fotografieren wollte und die ich festhalten wollte.
Zum Abschluss ging es in einen Raum der von dem Boden bis zur Decke voll mit Zauberstabschachteln geräumt war. Sogar über dem Türrahmen waren Schachteln. Auf jeder dieser Schachteln stand ein Name eines Crewmitglieds, der am Film beteiligt war. In dem Raum stand jemand, der auf Knopfdruck jeden Namen fand, den man ihm nannte. Dann war es leider auch schon vorbei. Naja was heißt schon… Paula und ich hatten eine halbe Stunde länger gebraucht als die anderen. Zum Abschluss gab es einen Riesenandenkenladen. Dort gab es super Sachen. Zauberstäbe, Schals, Umhänge – einfach alles. Aber so teuer…

Sonst hat man im letzten Monat gemerkt wie der Frühling anfängt, es wird wärmer, weniger regnerisch und überhaupt hebt sich überall ein wenig die allgemeine Stimmung. Es gibt auch schon Tage an denen ich ganz schön mit meinen beiden kleineren Gastgeschwistern im Garten spielen kann. Riesentrampolin springen, fangen spielen… Es ist schon schön zwei kleine Wirbelwinde im Haus zu haben.

Ich habe vor zwei Wochen die Taizé-Gemeinde in Birmingham für mich entdeckt. Und beim zweiten Mal, am Dienstag gleich Isabella mitgenommen. Wir mussten danach zwar fast eine Stunde auf den Bus warten, aber das war es wert. Von Dienstag auf Mittwoch hat Isabella bei mir übernachtet und am Abend haben wir bis nach Mitternacht geredet, was aber nicht so schlimm war, weil am nächsten Tag eine Art Discovery-Day hatten, an dem uns die verschiedenen Optionen, vorgestellt wurden, die uns nach der elften Klasse offen stehen. Naja eher, die die den anderen offen stehen, denn wenn man mich fragt, was ich nach der elften Klasse mache, sage ich nur: Schwierige Sache, wie wär’s mit der zwölften?? ;)

Aber es war schon interessant zu sehen, was es hier so für Möglichkeiten gibt. College, was eigentlich wie die gymnasiale Oberstufe bei uns ist. Dann gibt es Apprenticeship, das so ähnlich ist wie bezahltes arbeiten ohne studieren, aber worum es genau ging, habe ich nicht verstanden… Als dritte Möglichkeit wurde uns die Sixth Form vorgestellt, die Möglichkeit, die Schule an der Secondary School und nicht am College zu beenden. Bei all diesen Optionen geht es darum sich mehr in eine Richtung zu spezialisieren. Danach kamen noch Leute von Universitäten, die uns über das Studieren an der Uni informierten. Mich ging das ja nichts an, aber wenn ich meinen „englischen Weg“ nach der elften Klasse wählen müsste, würde ich den Weg über das College an die Uni wählen.

Der Sportunterricht macht immer mehr Spaß. Schade, dass wir nur alle zwei Wochen Athletik haben. Wir gehen meistens auf die Wiese vor der Schule und machen dann Kugelstoßen, Sprinten oder Ausdauer lauf. Die Athletikgruppe ist eine eingeschworene kleine Clique und die Sportstunden machen immer total Spaß, vor allem wenn es in eine Grasschlacht ausartet.+

Dieses Wochenende war ich mit meiner Gastfamilie in einem kleinen, aber feinen Theater im Zentrum von Birmingham. Bei der Produktion wirkte mein Gastvater mit und es war wirklich ein schöner Abend. Einerseits war es ziemlich lustig meinen Gastvater auf der Bühne zu sehen, andererseits war es ein wunderschöner Familienabend mit Auntie Netty, Tim und Hattie.

Am Mittwoch war ich nach der Schule bei Isabella und nächstes Wochenende gibt es eine Riesenübernachtungsparty und Kino mit meiner Clique aus der Schule.

Der Muttertag wurde hier größer gefeiert, als wir ihn bei uns zu Hause feiern. Die Großeltern waren eingeladen, wir hatten ein rieeesiges Dinner und ich habe einen Kuchen für die ganze Familie gebacken.

Im Mai stehen meine GCSE in Deutsch an. Normalerweise schreibt man die Prüfungen erst am Ende der 11. Klasse, aber die Lehrer dachten, es wäre vielleicht schön wenn ich eine bestandene GCSE Prüfung (ich gehe mal davon aus, dass ich eine Prüfung in Deutsch bestehe) mit nach Deutschland nehmen kann und außerdem ist es auch eine weitere Erfahrung, auf die ich sehr gespannt bin.