Archiv für März 2013

Mein Abenteuer USA hat bereits 2012 begonnen. Nachdem Kolumbus Sprachreisen mich angenommen hatte kam der organisatorische Teil des High School Jahres auf mich zu. Einige Wochen vor der Abreise habe ich dann meinen Bundesstaat erfahren: Kalifornien- ” The Golden State!”

Als ich endlich den Reisepass mit meinem Visum in meinen Haenden gehalten hatte wurde es mir bewusst, in einer Woche geht es los! Vor meinem Abflug hatte ich eine tolle Abschiedsparty gemeinsam mit anderen Freunden, die auch zur selben Zeit eine High School im Ausland besuchen. Es war ein komisches Gefuehl sich von all den Freunden und Familie fuer ein halbes Jahr zu verabschieden.Am 24 Januar, einen Tag vor meinem Abflug war mein Koffer gepackt und ich war wirklich aufgeregt wie alles werden wuerde .Nachdem meine Familie mich dann am naechsten Tag zum Flughhafen gebracht hatte, war ich zwar einerseits traurig aber ich freute mich schon dem kalten Wetter zu entkommen und das warme, sonnige Kalifornien zu sehen!

Mein Flug ist schnell vorbei gegangen, ein netter Amerikaner hatte sich den ganzen Flug mit mir unterhalten und es war wirklich spannend etwas ueber meine zukuenftige Heimat zu lernen. Bereits waehrend meiner Reise merkte ich wie hilfsbereit Amerikaner sind, es war kein Problem die richtigen Schalter beim Umsteigen zu finden, da immer jemand die Antwort wusste und mir gerne weiterhelfen wollte.

Angekommen in meinem neuen Zimmer merkte ich wie muede ich war. Die ersten drei Tage war es noch schwierig mit der Zeitumstellung, Kalifornien ist 9 h hinter Deutschland, aber inzwischen ist es kein Problem mehr.

Gleich an meinem ersten Wochenende in den USA fuhren wir nach Los Angeles. Los Angeles ist ca. 2h von Coachella Valley entfernt. Ich habe Santa Monica, Venice Beach, das Space Shuttle Museum, Beverly Hills, den Walk of Fame und Hollywood gesehen! Alles war so unglaublich spannend! Der Strand hat mir besonders gut gefallen, und es war wirklich toll, alles einmal mit den eigenen Augen zu sehen was man bereits aus Filmen kannte!

 

Mein erster Schultag war 4 Tage nach meiner Ankunft. Die Schule hat mir sofort gefallen! Mein Counselor hat hat mir das Schulsystem erklaert und mich dann gefragt welche Faecher ich gerne belegen moechte. Als amerkanischer Schueler muss man Mathe, Englisch und Geschichte belegen. Mein Stundenplan ist: Biology, English, Algebra 2, French ( das hat mich besonders gefreut, dass ich sogar franzoesisch belegen kann) World History und Dance. Als ich mich in den jeweiligen Klassen vorstellte, stellte mir jeder sofort Fragen, z.B wie es mir bisher gefaellt, warum ich ein High School Year mache oder die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA. Ich fuehlte mich von Anfang an sehr willkommen! Die Leherer sind hier auf jeden Fall viel lustiger und lockerer als in Deutschland. Die Klassen sind allerdings groesser als an meiner deutschen Schule. Hier benutzen Lehrer viel mehr Medien im Unterricht. Ich habe mich am Anfang zwar immer verlaufen, da meine Schule 3.000 Schueler hat, aber zum Glueck hat sich immer jemand gefunden der mir den Weg erklaert und oft haben meine Freunde mich zum Klassenzimmer gebracht. Das ist einer der groessten Unterscheide zu Deutschland, alle sind hier so hilfsbereit und freundlich!

Es ist leichter als ich gedacht habe Freunde zu finden, ich wurde bereits zu Freunden eingeladen und deren Familien haben sich immer ganz lieb um mich gesorgt und extra amerikanisch oder mexikanisch, hier leben viele Hispanics, gekocht. Das mexikanische Essen ist so lecker und Fastfood natuerlich auch! Das Klima hier unterscheidet sich extrem, bisher hat es einmal geregnet und jeden Tag scheint die Sonne! Wir haben immer um die 20 bis 30 Grad. :-)

Meine Kontaktperson und ihre Gastkinder haben mich letztes Wochenende mit nach San Diego genommen. Ich habe schon beschlossen, da ziehe ich hin! Die Stadt ist so schoen, wir sind auch nach San Diego Old Town gefahren, da gibt es viele traditionelle mexikanische Restaurants und Laeden. Die Malls haben wir natuerlich auch besucht, Kleidung ist hier billiger und ich habe schon viel gekauft.

Insgesamt habe ich hier echt eine tolle, erlebnissreiche Zeit und bin ueberascht wie schnell die Wochen umgehen.

Liebe Grüße aus Kalifornien!

Sofie

2012 hat Sarah das Kreativstipendium gewonnen und uns alle mit ihrem Beitrag sehr begeistert. Sie ist im Sommer 2012 für fünf Monate nach Irland gegangen und hat sich in ihrer Fantasie bereits vor ihrem Aufenthalt in Irland auf die Reise begeben. Wir möchten Euch die Gewinnerin des Kreativstipendiums 2012 und ihre tolle Idee vorstellen.

In einem imaginären Tagebuch über ihre Zeit an einer irischen High School  schreibt Sarah über die schönsten Erlebnisse, die Sehenswürdigkeiten Dublins und die Geschichte der Stadt, bevor sie es überhaupt gesehen hat. Ihre Gastoma zeigt ihr bei einem Ausflug das Dublin Castle, das General Post Office und viele andere Highlights. Diese Ereignisse beschreibt Sarah – übrigens die ganze Zeit auf Englisch – so als ob sie schon längst dagewesen wäre und man merkt, dass sie sich schon vor ihrer Reise gut über Irland informiert hat.

Zusammen mit ihrer Gastfamilie, ihrer Gastoma und ihren irischen Freundinnen erlebt sie eine tolle Zeit und möchte am Ende des Aufenthalts gar nicht mehr zurück nach Deutschland. Immerhin sind die nächsten Wiedersehen mit ihrer Freundin Amy und ihrer irischen Familie schon geplant.

Ihre fiktiven Erlebnisse hat Sarah mit Fotos, Bustickets und Briefen geschmückt. Dabei haben auch ihre ganze Familie und Freunde mitgeholfen, denn an ihrem Geburtstag bekommt sie von allen ein Päckchen und natürlich auch Geburtstagskarten, die in das Tagebuch mit aufgenommen wurden.

Dadurch, dass jetzt 2013 ist, kommt es mir so vor, als ob ich nur noch ganz wenig Zeit übrig habe. 2012 schien mein Abflugstermin immer noch so weit weg. Jetzt realisiere ich, dass ich nur noch knapp weniger als 3 Monate übrig habe und ich sehe, wie schnell die Zeit vergangen ist. Meine Freunde aus Deutschland wissen immer ganz genau, wie viele Tage oder Wochen es noch sind, bis ich zurück bin und eigentlich möchte ich das gar nicht wissen.
Zwar kann ich es gar nicht abwarten meine Freunde in Deutschland wieder zu sehen, aber ich möchte auch nicht, dass meine Zeit hier zu Ende geht und ich alles hinter mir lassen muss.
Meine Freunde in Irland haben schon vorgeschlagen, dass ich doch bei ihnen wohnen könnte. Ich bin sehr froh, dass Irland und Deutschland nicht so weit auseinander liegen und wir uns deshalb viel eher mal besuchen können, als wenn ich nach Amerika gegangen wäre.
Spätestens zu den Debs ( das ist die Feier, wenn die Iren ihr Leaving Cert bekommen) bin ich auf jeden Fall zurück!
Anfang Januar habe ich eine Touristentour gemacht. Da Dublin ja eine Hauptstadt ist, wird hier sehr viel angeboten und das muss man ja mal nutzen.
Diese Tour fing morgens um 6 an, man musste also sehr früh aufstehen und ging gegen 20 Uhr zu Ende. Zuerst sind wir nach Limerick gefahren und haben uns dort einen Stein angeschaut, der für die Geschichte Irlands und der Katholiken sehr bedeutend war. Das war aber nur ein sehr kurzer Halt, weil es auch noch sehr früh war. Danach sind wir zu den Klippen von Moher gefahren, die sehr beeindruckend waren. Der nächste Halt waren die Burren, das ist ein Limestone-Gebiet am Meer und danach waren wir noch in Galway. Abgesehen von Cork sind Limerick und Galway die größten Städte Irlands nach Dublin. Da ¼ der Bevölkerung aber in Dublin wohnt, sind alle anderen Städte schon wieder sehr klein. Von daher bin ich froh, dass ich in Dublin wohne, weil das dann noch ein bisschen fortgeschrittener ist, als der Rest Irlands.
Meine Wochenenden sind jetzt meistens auch ausgefüllt. Samstags mache ich was mit Freunden (Shoppen, ins Café gehen) und Sonntags mache ich was mit meiner Gastfamilie, z.B. Filmabende oder ins Restaurant gehen Da kann ich dann noch mal die irischen Gerichte ausprobieren, wobei es aber meistens nie etwas ohne Kartoffeln gibt ;)
In Home-Ec das ist ein Fach über Kochen, Haushalts-Management und so was, haben wir letztens Gemüse eingelegt. Unsere Lehrerin dachte nur weil ich aus Deutschland komme wäre ich Profi in Sachen Einmachgläser und Sauerkraut. Von daher wurde ich ganz genau ausgefragt, leider bin ich aber nicht so informiert und weiß nicht, was es für verschiedene Arten von Einmachgläsern gibt… Es gibt also doch noch ein paar Vorurteile über die Deutschen.
In Englisch lesen wir momentan Stolz und Vorurteil und bevor ich hierher gekommen bin, hätte ich niemals gedacht, dass ich das alles ohne Probleme verstehen würde, da das Buch nicht im modernen Englisch geschrieben ist. Aber das zeigt mir, wie sehr sich mein Englisch verbessert hat. Mittlerweile träume ich auch zumindest teilweise in Englisch. Es kommt darauf an, was ich träume. Wenn ich träume, dass ich in Deutschland bin und mit meiner Familie oder deutschen Freunden zusammen bin, träume ich auf deutsch und wenn ich träume, dass ich in Irland bin, träume ich in Englisch. Es ist auch immer schön, wenn ich von Freunden in der Schule Komplimente bekomme, dass ich doch mittlerweile fließend wäre.
Und das war ja eigentlich, was ich erreichen wollte.